27 | Putz von Q1 bis Q4. Wie deine Wände die Optik bekommen, die du dir wünschst.

14.05.2024 38 min

Zusammenfassung & Show Notes

Wenn im Neubau die Wände verputzt werden, wird aus der Baustelle langsam ein Zuhause. Ein lang ersehnter Moment nach einer oft nervenaufreibenden Bau-Zeit. Damit jetzt nichts mehr schief läuft, erklären wir in dieser Episode, was es beim Verputzen der Wände mit den Begriffen wie "Qualitätsstufe" und "Q1 bis Q4" auf sich hat. Die tauchen - wenn es gut läuft - im Angebot auf. Doch leider stehen da auch häufig schwammige Umschreibungen wie "tapezierfähig", "glatt geputzt" & Co. Nach dieser Folge weißt du, warum das nicht reicht und warum du hier  genauer nachhaken solltest.

Wir erklären, wie Stück für Stück die Oberflächenqualität entsteht. Wir diskutieren die Bedeutung der Qualitätsstufen Q1 bis Q4, klären, wie sie entstehen und was du jeweils erwarten kannst. 

Wir gehen detailliert auf die Unterschiede zwischen den Stufen ein und zeigen anhand von Beispielen, wie Missverständnisse vermieden werden können. 

Außerdem geht es um folgende Fragen: 
  • Was verbirgt sich hinter den Qualitätsstufen Q1 - Q4 genau?
  • In welchem Raum brauche ich welche Qualitätsstufe?
  • Warum ist die kluge Wahl meiner "Q's" so wichtig?
  • Wie kann ich evtl. noch Geld einsparen?

Und natürlich sind die Ergebnisse unserer Insta-Umfrage mit dabei. Nochmal Danke an alle, die teilgenommen haben! Deine Stimme kannst du übrigens bei Spotify direkt unter der Folgenbeschreibung noch abgeben! 
Und zum Schluss gibt's auch dieses Mal wieder so RICHTIG kurioses HausWissen für euch. Quasi mindblowing. 🤯

Bist du bereit? Dann geht's los! Denn Hauswissen ist Macht. 
Wir wünschen dir viel Spaß mit dieser Folge!

 
Pascal & Rieke
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Experte: Pascal Hewel (Bausachverständiger, Energieberater, Sachverständiger für Schimmelpilzbewertung, Bauforensiker, Baumediator)
 
Moderation: Rieke Buning (Maklerin, Wertermittlerin)
 
Musik: Rock It Out Loud! by Alexis Messier / PremiumBeat by Shutterstock


 
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Transkript

Die war total außer sich, weil sie sagte, es kann doch nicht wahr sein. Ich habe so viel Geld in das Gebäude reingesteckt und es sieht aus wie bei Hempels unterm Sofa. Ich ärgere mich total. Sie müssen vorbeikommen. Wir müssen uns das gemeinsam anschauen. Ich drehe durch. Ja, moin Riegel. Und herzlich willkommen, ihr Lieben da draußen mit euren Kopfhörern, mit euren Lautsprechern, mit eurem unbändigen Durst nach Hauswissen. Toll, dass ihr wieder dabei seid. Ich hätte es nicht besser sagen können. Euch geht es ein bisschen wie uns. Wir sind auch so, ich glaube, da steckt auch ein bisschen Nerdfaktor dahinter. Ja, zumindest mal dir. Okay, also ich gebe zu, ich fräse mich immer tiefer rein und ich habe unglaublich cooles, kurioses Hauswissen für euch heute wieder. Kommt da immer erst ganz zum Schluss. Aber dieses Mal habe ich erst gedacht, ach, das ist ja lustig. Aber je mehr ich gelesen habe, desto mehr dachte ich, okay, ich hatte schon kurioses Wissen und das habe ich einfach gekickt für das hier, weil das ist einfach. Der Hammer. Ja, tatsächlich. Okay, dann würde ich sagen, sind wir schon fast in der Folge und Pascal ist auch schon fast im Urlaub. Ja, ich bin fast im Urlaub. Ich muss sagen, tatsächlich, die letzten Monate waren richtig, richtig cool und richtig schön für uns und es hat einfach auch wahnsinnig viel Kraft gekostet. Und jetzt gehe ich zum Tanken, zum Krafttanken und werde jetzt mit einem sehr, sehr guten Freund von mir, der im gleichen Gewerk ist wie ich, nur andere Seite. Und mit dem fahre ich jetzt in ein Kloster nach Bayern. Ach cool, guck mal. Ja, also wir leben nicht wie die Klöstermenschen, sondern... Wie die Klöstermenschen? Wir leben wie die Klöstermenschen. Und wer ist das? Genau, wir werden uns natürlich da gut, sag ich mal... Über Wasser halten. Über Wasser halten wäre jetzt untertrieben, aber wir werden uns das gut gehen lassen. Eine Woche lang nichts machen. Außer meditieren. Außer meditieren, Yoga, Massage, gut essen, vielleicht auch einen klitzekleinen Wein. Warum fahre ich eigentlich nicht mit? Ich glaube, es sind nur Männer da. Ich weiß es nicht. Na gut, also ihr macht das mal und wir machen aber vorher noch eine schöne Folge für euch. Und wir haben heute ein Thema, nämlich Qualitätsstufen im Putz und in der Spachtelarbeit, sagt man das so? Ja, mega interessant und vor allem auch mega wichtig, weil das ist das, was ich sehe. Genau, also tatsächlich diese Qualitätsstufen Q1 bis Q4, die euch, wenn ihr vielleicht einen Neubau schon hinter euch habt, aus euren Angeboten kennt und vielleicht auch schon so ein bisschen Huddel damit hattet, wo es vielleicht schon so ein bisschen nicht gepasst hat. Und da gehen wir heute rein. Und zwar gucken wir uns das an. Vielleicht sagen jetzt ein paar von euch so, was mache ich damit? Warum brauche ich das? Wir gucken uns das an, damit ihr eine bessere Entscheidungsgrundlage habt. Und zwar im Hinblick auf die Kosten und auch auf das gewünschte Endresultat, wie am Ende die Wende... Wie am Ende die Wände aussehen. Das ist ja ein komischer Reim irgendwie. Ja, aber das passt und das ist immer ein Thema. Ich kann nur sagen, es ist immer ein Thema im Neubau. Und es ist auch tatsächlich sehr hilfreich, um das Preis-Leistungs-Verhältnis dieser Putzarbeiten, die ja immer anstehen, besser einzuschätzen und auch um da eine bessere Wahl zu treffen, damit ihr wirklich lange zufrieden seid. Weil oft ist es ja beim Bauen so, man trifft vorher eine Entscheidung, weil man es einfach noch nicht besser weiß. Das wollen wir heute vorweg nehmen, damit ihr eine richtig gute Grundlage habt für die Gespräche mit Handwerkern und mit Dienstleistern, wo es dann ans Eingemachte geht. Besser hätte ich nicht sagen können. Dann können wir in die Folge starten, würde ich sagen. Und wenn ihr gerade baut, renoviert oder das einfach liebt, eure vier Wände zu verschönern oder eigentlich eher verschönern zu lassen, dann seid ihr hier heute genau richtig. Weil heute sprechen wir über etwas, das manchen Bauherren und Bauherrinnen richtig Kopfzerbrechen bereitet, vor allen Dingen hinterher. Und das doch am Ende wirklich für das perfekte Finish eures Heims so wichtig ist. Und zwar Qualitätsstufen Q1 bis Q4 beim Verputzen im Neubau. So, bitte was? Ja. Warum die richtige Wahl auch so entscheidend ist und wie ihr am Ende nicht nur Zeit spart, sondern wirklich auch Geld, das erfahrt ihr in dieser Episode. Also lüftet nochmal durch und dann macht es euch gemütlich. Und wir starten mal hier mit Q1 bis Q4. Hier kann man sich vorstellen, die bauen aufeinander auf, diese Qualitätsstufen. Und das ist wirklich so dieser Weg von dieser Rigipsplattenoptik von Baustellen, so dieser Baustellenlook bis hin so Schritt für Schritt bis zur edlen Putzoberfläche. Und wir gucken uns jetzt erst mal genau an, was diese Qualitätsstufen bedeuten. Also wo ist das wichtig? Wo begegnet mir das? Und das vielleicht auch noch mal vorweg, das ist nicht für eure Do-it-yourself-Projekte. Da könnt ihr das frei schnauze machen, da kommt es nicht darauf an. Das ist, um zu beurteilen, ist das, was euch angeboten wurde, vor allen Dingen beim Neubau, entspricht es dem, was ihr hinterher vorfindet. Ganz kurz mal, wenn wir von Riegel-Gipsplatten sprechen, dann reden wir natürlich auch in der Masse immer um das Thema Gipskartonplatten, die dann alle Gipskartonhersteller mit einschließen. Ach, das ist eine Firma Riegel-Gips? Ja, Riegel-Gips. Ach, guck mal. Genau, das hat sich so eingefleischt. Ach, guck mal, das ist quasi das Tempo der Gipskartonplatte. Ja, genau, das Tempo der Gipskartonplatten. Genau, richtig. Und das ist wichtig. Also es gibt Gipskartonplatten, die bestehen halt aus einer beschichteten Gipsplatte. Die kann man halt gut weiter bearbeiten und vor allem bietet sich eine glatte Oberfläche. Ach, guck mal, wieder was gelernt. Ja, und genau, es ging um die Qualitätsstufen. Genau, lass uns erstmal definieren, was beschreiben diese Qualitätsstufen? Genau, die Qualitätsstufen selbst beziehen sich auf die Oberflächenbeschaffenheit und auf die Oberflächenqualität von Putzen im Neubau. Und die bauen aufeinander auf, sodass ich sagen kann, bei Q1 habe ich die geringste Qualität, Qualitätsstufe heißt es ja auch. Und bei Q4 habe ich die höchste Qualitätsstufe. Und je nachdem, wofür ich es brauche, da sprechen wir gleich ja noch drüber, brauche ich halt nur Q2 oder ich brauche Q3 oder ich brauche Q4. Das heißt aber auch, dass die insofern aufeinander aufbauen, dass ich sozusagen Q1 brauche, um Q2 zu erreichen. Ich brauche Q2 als Grundlage, um Q3 zu erreichen. Und ich brauche Q3 und Q4 zu erreichen. Genau, ich brauche quasi die Q4, schließe dann Q1 bis Q3 ein, weil es auch nicht anders geht tatsächlich. Und das sind auch wirklich alles einzelne Arbeitsschritte. Deswegen kann man das auch nicht überspringen und deswegen unterscheidet sich Q4 einfach auch von Q1. Auch preislich, das schauen wir uns nachher nochmal an. Und das muss man dann auch wieder im Zusammenhang sehen, da sprechen wir auch noch drüber. Das heißt, ich erspare mir vielleicht ja was anderes, wenn ich jetzt Q4 mache. Genau, das wird so schön. Das ist ein wirklich schönes Thema. Hört sich erstmal sehr, sehr sperrig und trocken an, aber am Ende ist es sozusagen der Glanz in eurem neuen Heim. Und dann würde ich sagen, gehen wir mal weiter. Also worüber geben uns diese Stufen Auskunft? Die Stufen geben uns Auskunft darüber, wie fein und eben die Wand- und Deckenfläche ausgeführt werden soll oder muss. Das heißt, der Maler oder der Putzer, der weiß genau, wenn er weiß, er muss Q2-Oberfläche erbringen, dann weiß er genau, was muss er mindestens erreichen, um eine Q2-Oberfläche zu bekommen. Und das gilt für jede andere Stufe auch. Und deswegen ist es umso wichtiger, genau zu wissen, was habe ich da eigentlich in Auftrag gegeben. Okay. Und wo taucht Q1 bis Q4 auf? Wo begegnet mir das im Neubau ganz konkret? Das ist das Verputzen, das Weiterbearbeiten von Innenwänden und Decken im Neubau. Und je nachdem, wie intensiv die Nachbearbeitung sein muss oder sein soll, um den gewünschten Standard zu erreichen. Genau. Und was dabei tatsächlich wichtig ist, ist natürlich, dass wir bei Ausschreibungen oder wenn ich Angebote mir genau anschaue, genau festlegen muss, worum es geht bei dem Bau. Was ist mir wichtig? Es geht immer darum, am Ende, was ist geschuldet? Was ist die geschuldete Leistung? Wenn ich festlege, es ist Q2, dann weiß ich, okay, die Wand muss Q2 sein. Und wenn der Sachverständige, der die Baubegleitung macht, weiß, es gibt Q2, dann kann er genau prüfen, ist das erreicht oder nicht. Ja, weil es gibt ja oft in so Ausschreibungen, das hast du im Vorfeld mal erzählt, gibt es ja gerne mal diese schönen schwammigen Begriffe, sowas wie glatt geputzt oder tapezierfähig oder was hast du denn da noch? Genau, da habe ich mal fertig, malerfertig, streichfertig, tapezierfertig, glatt, streiflich, tauglich, habe ich auch schon gelesen. Das hat keine Aussagekraft. Das sagt mir nicht, ist es Q2 oder Q3 und in Deutschland leben wir nun mal so, das ist alles reglementiert. Ich weiß genau, wenn ich das auszufüllen habe, dann muss das die Voraussetzungen erfüllen. Wenn ich nur malerfertig drin habe, heißt das nichts. Ja, was ist schon malerfertig? Der eine hätte es gern glatt wie ein... Babypuppo. Ja, ich habe jetzt gerade noch... Danke, danke. Dass das von dir kam. Und der andere, der sagt, ich mag schon so Struktur. Das kann gerne so nach mediterraner Villa im Olivenhain aussehen. Oder sogar vielleicht Venedig. Und das macht sie am Ende auch so interessant. Das ist einfach ein super Thema. Ja, ist ein schönes Thema, genau. Und ganz oft ist es ja so, die Praxisfälle spülen uns so ein bisschen die Themen in unsere Ideenbox. Und du hast einen richtig guten Praxisfall. Ja, also es war wie immer. Eines Tages, ich sitze am Bürotisch und schreibe ein Gutachten und ich werde angerufen. War es nicht vielleicht auch mal ein Protokoll? Ja, nee, es könnte auch. Nee, es war ein Gutachten. Und dann war es so, die Frau sagte, Mensch, ich habe ein altes Gebäude gekauft und wir müssen mal einen Termin machen. Ich habe hier wirklich ein Problem mit meinen Handwerkern. Kanntest du die Frau schon? Nein, gar nicht. Die war total außer sich, weil sie sagte, es kann doch nicht wahr sein. Ich habe so viel Geld in das Gebäude reingesteckt und es sieht aus wie bei Hempels unterm Sofa. Ich ärgere mich total. Sie müssen vorbeikommen. komm, wir müssen uns das gemeinsam anschauen. Ich drehe durch. Das war wirklich, die war wirklich richtig oben. Da ging es nicht gut. Und ja. Ja, auf Zinne. Ja, das hörte sich schon fast an, als wenn das Haus abgerissen werden muss. Tatsächlich. Also sie war wirklich richtig oben. Not amused. Genau. Okay. Womit hat sie dich dann beauftragt? Was war dein Job? Es gab mehrere Sachen, aber ein großer Anteil war, dass sie meinte, wir haben hier den Putzer da gehabt, die Malerfirma und ich drehe durch, weil die Wände sehen aus wie Hempel. Also wirklich krumm und schief und überall sind Lunker drin und ich weiß nicht, was sie machen sollen. Was sind Lunker? Also so Vertiefung im Putz. Ja, ich brauche unbedingt eine fachmännische Meinung dazu und ich brauche jemanden, der darüber in Gutachten schreibt. Der mir sagt, ob mein Bauchgefühl richtig ist. Genau. Okay. Ja, und ich glaube auch tatsächlich, diese Verwirrung, die ist gar nicht so selten, wenn man sich diese Qualitätsstufen anguckt. Und weil wir wissen, dass das ein Thema mit Klärungsbedarf ist, haben wir eine Insta-Umfrage gemacht, weil wir mal hören wollten, wie sieht das denn bei euch so aus? Und ihr könnt bei Insta immer bei unseren Umfragen teilnehmen, indem ihr uns da einfach folgt unter hauswissen-podcast. Und da sind immer mal in den Storys unsere Umfragen drin, wo ihr dann auch hier am Podcast so ein bisschen mitgestalten könnt und einfach auch mit dabei seid. Das finden wir immer richtig toll, da freuen wir uns sehr. Und wir haben euch dieses Mal gefragt, ob euch das ein Begriff ist, Q1 bis Q4. und von euch haben 20% gesagt, ja, das haben wir sogar vorher schon genau festgelegt, weil das war uns richtig wichtig. Dann haben 15% von euch gesagt, damit habe ich mich leider erst zu spät beschäftigt. 20% von euch haben gesagt, oh je, also das war wirklich ein hakeliges Thema bei uns. Und 45%, also wirklich fast die Hälfte, hat gesagt, Kuh, was? Nee, das sagt mir gar nichts. Also ich glaube, das Bild zeigt ganz gut so. Wir haben hier ein paar Pros dabei, die schon genau wissen, was Phase ist. Aber es sind auch tatsächlich viele, viele unter uns. Und das ist das, was wir eben auch oft sehen. Das heißt, ihr seid nicht alleine, die da gerne nochmal ein bisschen Hintergrundinfo haben können. Und dafür haben wir euch die Folge aufgenommen. Falls ihr übrigens auch noch abstimmen wollt, könnt ihr das immer bei Spotify tun. Da haben wir immer unter der Folge nochmal die Frage reingestellt, sodass ihr auch im Nachhinein da noch teilnehmen könnt und wir uns da so ein bisschen austauschen können. Also, da würde ich sagen, lasst uns mal starten. Was genau bedeuten denn die Qualitätsstufen Q1 bis Q4 beim Verputzen? Was beinhalten die? Vielleicht, wie stellt man die her? Sodass ihr da jetzt mal so allmählich so ein Bild bekommt. Wie würdest du Q1 skizzieren? skizzieren für die Ohren? Also zum einen ist es so, Q1 findet man tatsächlich sehr, sehr selten auf der Baustelle als alleiniges Merkmal, als Endqualitätsstufe, weil es einfach nur das Verfüllen und das Schließen der Stoßfugen von zum Beispiel Gipskartonplatten, Fugenstreifen oder der überschüssige Spachtel oder die Masse, die dann einfach nochmal glattgezogen ist, dass alle Löcher von Schrauben versenkt worden sind, sodass ich dann am Ende, wenn ich da was drauf packe, nicht irgendwie noch eine Schraube sehen kann. Da wird quasi das, was gebohrt worden ist und das, was das als Stoßfuge ist, verfüllt. Ja, das kann man sich so vorstellen, zwei von diesen... Gipskartonplatten. ...stoßen aneinander. Und da habe ich natürlich irgendwie so eine kleine Fuge, die wird dann verputzt. Da kommt nochmal so eine Art Gewebestreifen drauf, der wird nochmal glatt gezogen, also dieses Material abgestriffen. Und dann kann man sich das natürlich vorstellen, du siehst halt links und rechts, siehst du sozusagen noch diese Gipskartonplatte, in der Mitte ist so ein helleres Material, das ist der Spachtel, die Spachtelmasse. Und irgendwo werden die Löcher noch verfüllt. Also das ist noch super, super roh, super Baustellenlook. Das gibt natürlich auch eine Thematik, wo man das vielleicht auch nur hat. Das wäre zum Beispiel Lagerräume. Da würde ich sagen, da würde das vielleicht reichen. Das reicht, ja. Also ein Lagerraum, den ich jetzt nicht benutzen will, wo ich nie reingehe, wo es dunkel ist, wo ich was lagere. Dafür würde das in Ordnung sein. Aber zum Beispiel auch für Badezimmer. Da kannst du das auch gut nehmen. Wenn Fliesen sowieso noch drauf kommen, dann reicht Q1. Wenn noch eine Abdichtung drauf kommt, dann reicht auch Q1. Und zum Beispiel auch so, keine Ahnung, für Keller würde das ja auch reichen. Irgendwie Abstellräume, wenn man sagt, das muss jetzt nicht irgendwie Instagram-tauglich sein. Unter Umständen gibt es Karton, hat für mich im Keller immer nichts zu suchen. Aber ja, dafür. Also immer dann, wenn das nicht ein Wohnraum ist, also wo ich mich wirklich aufhalte, wo ich drin lebe, sondern wo ich vielleicht nur was abstelle, dann könnte das eine Möglichkeit sein, nur Q1 zu machen. Okay. Würdest du da noch irgendwas ergänzen bei Q1? Ja, das kann natürlich auch ein Untergrund sein für Reibeputz zum Beispiel. Also wenn ich da nochmal direkt rüber putze. Aber wie gesagt, ich würde eher sagen, das ist so ein Lagerraum. Ja, es sieht wirklich auch noch sehr nach Baustelle aus. Genau, wir stellen euch auch mal Bilder bei Instagram ein. Da könnt ihr euch diese Qualitätsstufen mal angucken, was das sozusagen bedeutet. Und gehen jetzt einfach mal weiter zu Q2. Was ist Q2? Das ist, würde ich sagen, die Standardqualität. Mehr als 50 Prozent der Wohnräume werden in Q2 gespachtelt. Wahrscheinlich auch, weil die Leute nicht wissen, dass es noch bessere Qualitäten gibt. Weil das auch immer in den Baubeschreibungen drinsteht, Q2. Was ist denn Q2? Also sagen wir mal, ich sehe jetzt noch die Gipskartonplatten und die Löcher sind zumindest schon mal so vorverfüllt. Wie geht es jetzt mit Q2 weiter? Was passiert? Q2 ist quasi die Weiterentwicklung von Q1. Das heißt, alles das, was bei Q1 gemacht worden ist, ist bei Q2 auch mit drin. Das ist die Basis dann? Die Basis ist das sozusagen. Und dann wird breit nochmal überzogen mit einer Spachtelmasse, breitflächig glatt gespachtelt. Ziel dabei ist immer so ein stufenloser Übergang, ohne dass ich Grate habe. Das habe ich sowieso nie. Das muss immer so abgezogen sein, dass keine Grate entstanden sind. Auch bei Q1 habe ich keine Grate? Auch keine Grate. Bei Q2 wird es nochmal ein bisschen feiner, kann man sagen. Genau, da wird es ein bisschen feiner und dann kann ich unter Umständen, wenn ich jetzt eine Raubfasertapete oder eine Tapete, die ein bisschen dicker ist, benutzen will, dann kann das schon reichen als Untergrund. Dann reicht Q2. Dann reicht Q2. Okay, auch wenn ich ein bisschen gröber streiche, sozusagen hier mit der dicken Lampfellrolle oder sowas, wo man eh so ein bisschen Struktur durch die Farbe hat, da würde das auch reichen. Genau, wenn man auch nicht so der, ich sag mal, da muss auch jeder an sich selbst reingehen, wenn ich jetzt eine Wand haben will, die wirklich tippitoppi ist, dann reicht Q2 natürlich nicht. Nee, okay, okay. Was würdest du sagen, was ist das so für ein Zeitumfang? Wie schnell lässt sich sowas in einem, sagen wir mal, normalen Einfamilienhaus herstellen? Ja, man sagt so Q2, eine Oberfläche kann man so für ein Geschoss auf jeden Fall mal so an einem Tag schaffen. Das wird relativ schnell gemacht. Die Maler und auch die Putzer sind relativ schnell, das machen die jeden Tag. Das sind meistens auch Kolonnen. Ich würde sagen, das schaffen die an einem Tag. Dann lass uns mal schauen, Q3, es geht weiter. Was finden wir da vor? Wir haben jetzt als Basis dafür Q1 und Q2. Das ist schon aufgetragen. Wie geht es mit Q3 weiter? Q3, wie der Name auch schon sagt, Oberfläche hat auf jeden Fall mal eine höhere Qualität. Das heißt, ich habe eine feinere Oberflächenstruktur mit weniger sichtbaren, wie nennst du das? Unperfektisch. Genau. Und die Fugen werden nochmal breiter verspachtelt, sodass man auch nicht im Streiflicht unbedingt sofort sieht, da ist jetzt eine Fuge, die geht von oben bis unten. Das ist ja auch was, was ich richtig unelegant finde. Ja, das ist es auch. Und dann wird mit dem Glätter nochmal Spachtelmasse aufgetragen, sehr breit und es wird vernünftig abgezogen und es wird eine gleichmäßige Oberfläche erzeugt, sodass am Ende mit einem Schleifgitter nochmal rübergezogen wird und man eine wirklich viel, viel bessere Oberfläche hinbekommt als bei Q2. Sehr fein in der Struktur schon, ohne wirklich irgendwie Übergänge. Und was man finde ich auch so, jetzt kann man sagen, so Q1 ist noch sehr Baustellenlook, Q2 sehe ich immer noch irgendwie die Gipskartonplatte. Und bei Q3 fängt es jetzt an, dass eigentlich die ganze Fläche mit so einer Masse überzogen ist. Ja, das ist bei Q2 auch schon so. Aber bei Q3 ist es so, dass man mit feineren Oberflächen draufgehen kann. Das heißt, ich kann hier bei Q3 auch schon feinere Anstriche drauf machen, ohne dass es gleich aussieht wie eine Baustelle oder wie ein Keller, sondern ich kann wirklich auch mit feineren Tapeten drauf gehen, ohne dass es den Anschein hat, dass es da unter vielleicht doch nochmal irgendwo eine Delle gibt. Großartig, weil einfach der Qualitätsanspruch so groß ist. Ja, okay. Und da kommen wir jetzt sozusagen zur Königin der Qualitätsstufen, Q4. Q4. Q4 ist in meinem Arbeitsalltag relativ selten, weil es natürlich auch sehr teuer ist. Und Q4 heißt wirklich, das ist die höchste Stufe mit einer sehr glatten Oberfläche. Ich würde sagen, aus der Praxis, das ist eine Oberfläche, die könnte ich so stehen lassen, ohne dass ich da was drauf mache. Auch ohne Farbe? Ohne Farbe. Das sieht wunderbar aus, wenn man so ein Industrielok oder sowas hat zum Beispiel. Das wird nochmal leicht angeschliffen, geglättet. Das ist etwas, wo ich dann mit der Metalltapeten, also diese metallischen Tapeten drauf machen kann. Ich kann glänzende Oberflächen nutzen, die ich bei allen anderen Qualitätsstufen eher nicht nehme, weil ich dann natürlich unter Umständen zu viel Bewegung in der Wand habe, zu viel Struktur habe. Aber hier könnte ich auch eine glänzende Oberfläche machen. Das ist etwas für Leute, die einen sehr hohen Anspruch haben an eine Oberfläche. Okay. Deswegen würde ich sagen. Ist auch schon echt aufwendig. Da kommt auch schon eine ganze Menge Putz eigentlich drauf. Genau. Also im Gegensatz zu den anderen Stufen ist hier wirklich die Wand jetzt schon verputzt. Genau, was man natürlich auch machen kann, um vielleicht noch ein bisschen Geld zu sparen. Ist, dass man dadurch, dass natürlich dann durch das Q4 nochmal ein Millimeter mindestens aufgetragen werden muss und nochmal angeschliffen werden muss, kann man vielleicht auch Q3 nehmen und zieht dann auf Q3 sozusagen nochmal ein Glattvlies drauf und hat dann eine ähnliche, wenn nicht fast gleiche Oberflächenqualität wie beim Q4. Also auch sehr glatt, sehr, sehr eben. Weniger Arbeit, guter Look und kostet einen Tick weniger. Okay. Und was würdest du sagen, jetzt mal so ganz pragmatisch, ab welcher Stufe könnte ich das so stehen lassen und einfach streichen? Ich würde sagen, wenn das ein guter Q3-Putz ist, ist das schon so. Und wie gesagt, der Qualitätsanspruch des eigenen Auges. Ich bin total entspannt bei Putzen, weil ich finde so eine gewisse Struktur, auch im Streifleben, finde ich gar nicht schlecht. Das sieht nicht so, das ist dann irgendwie, ja, ich stehe auch auf Altbau. Weiß ja mittlerweile auch jeder. Und das ist egal. Das heißt, es kommt vielleicht auch ein bisschen so auf das Ambiente an, in welchem Haus bin ich. Wenn ich eine alte Mühle habe, dann so schön mit Fachwerk noch irgendwo, dann brauche ich keinen Q4-Putz zum Beispiel. Das zerstört dann vielleicht auch so ein bisschen den Gesamteindruck. Und wenn ich jetzt so ein hochwertiges Hamburger Haus habe mit glattesten Wänden. Glasfront. Alles genau, alles vom Feinsten und Neumodisch, dann würde ich sagen, würde ich Q4 nehmen. Weil ich sehe es ja jeden Tag, das ist ja wie Möbel. Ich komme rein und sehe den Putz jeden Tag. Egal, ob ich auf Klo sitze, ob ich am Küchentisch sitze oder im Wohnzimmer. Warte, wart ihr noch bei Fliesen? Ja, vielleicht bei denen nicht. Achso, wenn ich Kofi habe, lege ich keine Fliesen drauf. Aber lass uns mal gerade bei dem Praxisfall noch mal reinschauen. Also da hatten wir immer noch den Fall, die Frau ist not amused und sagt, uff, irgendwas ist hier nicht, wie es sein soll. Habe ich zumindest den Eindruck, Herr Hevel, übernehmen Sie. Und dann passierte folgendes. Dann fuhr ich erst mal hin. Mache ich auch gerne, muss ich sagen, zu Kunden hinfahren und dann zu überlegen, was kommt jetzt auf mich zu. Gut, ich fuhr dann hin, parkte vor dem Gebäude und sah einen, ich würde sagen so 60er Jahre Flachdachbau. Schon irgendwie auch so cool gemacht. Du bist ja Kunsthistorikerin, du weißt, welchen Typ ich meine. So richtig schön irgendwie. Gerade wenn du sagst in schön, da gibt es schon super Style. Richtig schöner, genau. Super Style. Flachdachbau, einstöckig. Und relativ groß natürlich, weil die Fläche ist. Dann bin ich reingekommen, habe wie immer gesagt, lass uns erst mal durchs Gebäude gehen. Ich will das erst mal alle sehen hier. Und dann kommt man hinten durchgehen und da war hinten eine riesen Weide, alles Wiese und ein riesen Fenster über die gesamte Breite. Ja, gigantisch. Das ist die Zeit. Genau, bin ich in die Küche reingegangen. Fetteste, feinste Küche, wirklich richtig schön. Tolle Küche für jeden, der gerne kocht. Kannst du dich an die Kaffeemaschine erinnern? Nee, da gab es noch keine. Ach so, so weit war es noch nicht. Also es war quasi eine Sanierung von einem sehr schnieken 60er Jahre. Genau, von außen sah es noch ein bisschen nach Baustelle aus, aber von innen war es wirklich Deluxe. Bis auf? Bis auf einige Sachen, unter anderem der Putz. Und dann haben wir natürlich das gesamte Gebäude angeschaut und dann habe ich halt festgestellt, ja, der Putz ist hier tatsächlich ein Sorgenkind. Das war aus meiner Sicht ein Q2-Putz, also ein standardeinfacher Putz und wir hatten super teure Fliesen, wir hatten eine Wand, eine Deckenbespannung, im Badezimmer waren feinste Fliesen. Die Badewanne war eingefasst in so Marmor vom Edelsten mit so Massagethematiken drin. Also wirklich eine Deluxus-Badewanne. Sehr schön. Und dann gucke ich und dann sehe ich unten in der Badewanne so einen Fleck und dann sagt sie, ja, das war auch der Maler. Der war nämlich beim Malen, ist in die Badewanne eingestiegen, hatte noch einen Stein unter dem Fuß und hat diesen schön in diese Kunststoff-Badewanne eingedrückt, damit auch beschädigt letztendlich. Und auch da gab es dann Ärger irgendwie mit. Also der Maler hatte quasi mit dieser Baustelle, glaube ich, keinen Gewinn und auch keinen Spaß im Nachhinein. Schade. Aber das mit der Badewanne, das finde ich wirklich noch so das Handwerk, wo du denkst, oh, das ist... Die Frau war völlig überlastet mit der Situation, weil die auch gesagt hat, ich ärgere mich einfach so und es geht ja gar nicht darum, dass ich das Geld nicht bezahlen will. Ich will einfach eine vernünftige Qualität haben. Und die war wirklich nur auf die Qualität auf. Und es hätte auch tatsächlich ein Maler sehen müssen, dass das hier um Qualität geht und nicht um irgendwas anderes. Was war denn vereinbart worden? Da kann man ja vielleicht schon so gucken, was kann sie erwarten? Im Grunde genommen nichts. Also du hast dir das Angebot angeschaut? Ich habe mir das Angebot angeschaut und im Grunde genommen war nichts geschuldet. Also wortwörtlich gar nichts oder war es schwammig? Es war so schwammig, dass ich mich nicht mehr daran erinnere. Also es war jetzt nichts, wo ich hätte eine Qualitätsstufe dann festmachen können. Und das habe ich tatsächlich auch öfter, deswegen machen wir die Folge ja auch. Deswegen musste ich natürlich auch mit anderen Möglichkeiten an dieses Gutachten rangehen und dann gucken, wie gehe ich da jetzt weiter. dafür. Und in dem Fall war es so tatsächlich, dass wir hier ein hochwertiges Haus haben. Also wirklich hochwertigste Einbau, Möbel, Wandbehänge, was auch immer. Bodenbeläge. Bodenbeläge, genau. Und die Thematik war, die Frau hat das schon kundgetan. Auch, dass das vernünftig gemacht werden soll und dass es auch eine gewisse Qualität haben soll. Kundgetan dem Malerbetrieb. Ich habe da einige E-Mails auch gesehen. Und da hätte man das auch schon rauslesen müssen. Und jetzt war es halt so, dass ich mich natürlich gefragt habe, wie mache ich das jetzt als Sachverständiger? Ich habe jetzt hier eine Q2, ich habe jetzt hier Marmorbelege, ich habe jetzt ein Badezimmer, das bestimmt 40.000 Euro gekostet hat, eine Küche, die vielleicht nochmal 40.000, 50.000 Euro gekostet hat. Und dann ist die Frage immer, was kann ich denn erwarten? Das ist auch für die Betriebe wichtig, die Handwerksbetriebe. Die müssen sich darum kümmern, die müssen wissen, was will mein Kunde von mir? Das sind die Fachleute. Die Fachleute, genau. Die sind die Berater. Und jetzt ist es so, dass ich natürlich reingeschrieben habe, dass man hätte davon ausgehen müssen, anhand schon der Einbauteile, dass das kein Q2 sein darf. Und dann hätte ich beraten können. Und dann hätte ich beim ersten Gespräch offene Türen eingerannt. Und ich kann dafür ja Geld bekommen. Der Maler kann dafür Geld nehmen. Und das hätte die Frau auch gerne bezahlt. Denn da war es halt so tatsächlich, das ging dann zum Anwalt und ich glaube, zu wissen, dass es am Ende dann auch nachgearbeitet werden musste. Mhm. Und das ist natürlich wesentlich schwieriger für Maler. Ich muss ja alle schützen. Vorher war es eine Rohmasse. Da kann ich machen, wie ich will. Der Boden kann kleckern und so. Jetzt muss ich sauber abkleben. Es ist viel mehr Arbeit. Es kostet viel mehr. Und der Kunde ist verärgert, ist noch vielleicht ein schlechter Läumund. Und das ist eigentlich das, was ich nicht haben will. Und das habe ich ständig auf Baustellen oder viel. Gerade auch, wenn es um diese Putze geht. Und da hoffe ich, dass sich das irgendwann mal ändert, dass die Maler sehen, dass sie Qualität verkaufen können, indem sie das richtig beraten. Und es gibt die Maler. Ich kenne auch einige hier im Bereich. Ja, auf jeden Fall. Warum ist das denn so wichtig, welche Qualitätsstufe ich mir da aussuche? Naja, zum einen ist es so, dass das natürlich das optische Erscheinungsbild stark prägt in den Räumen und es beeinflusst ja auch die Nacharbeiten. Zum Beispiel streiche ich nur oder muss ich noch irgendwie tabezieren? Und deswegen muss ich mir natürlich auch als Kunde Gedanken machen, wie soll das später aussehen? Natürlich spielen auch Kosten eine Rolle und auch inwieweit noch von mir aus oder auch vom Maler nachher noch was nachgearbeitet werden muss, weil es vielleicht doch nicht so ist, wie ich es jetzt habe. Und was vielleicht hinterher noch in Eigenleistung passieren muss, weil das ist ja schon so ein bisschen so, je höher die Qualitätsstufe, desto weniger muss ich eigentlich noch machen hinterher. Also ich selber oder nochmal eine Firma, die ich beauftrage. Genau. Und dann kommt natürlich das Thema, wie würde ich das einrichten? Ist das jetzt ein alter Resthof, wo alte Ziegel, wie ich es bei mir gemacht habe, als Fußboden verlegt werden? Da brauche ich kein Streiflicht, weil ich dann den Lichtschein in einer Fuge gar nicht mehr sehe, weil es so tief ist. Aber es passt halt zum Ambiente. Oder habe ich ein exzellent geradlinig ausgebautes Haus, wo ich sehen kann, der Boden glänzt, die Wände sind mit einer Metalltapete und ich freue mich jedes Mal. Also das muss ich halt vorher einmal für mich machen. Und ich sage mal, die meisten Leute haben doch Bock drauf, ihre Häuser zu gestalten, wenn sie ein Haus kaufen. Ja, klar. Und gerade halt Wände sind ja ein Riesenthema. Wände, Bodenbelege. Und ich finde auch ein ganz wichtiger Punkt ist, es ist ja ein Qualitätsmerkmal vom Haus. Das heißt, wenn ich das Haus irgendwann mal verkaufen will und ich habe so eine coole Oberflächenqualität, das ist tatsächlich für Kunden wichtig. Wenn das teuer ist, dann will der Kunde, der das kauft, später die bestmögliche Qualität kaufen. Und wenn das auch noch dabei ist, steigert das ganz klar den Wettbewerb. Ja, das ist witzigerweise auch am Ende mehr ausschlaggebend oder ausschlaggebender. Ich hoffe, ihr versteht mich. Es spielt am Ende eine größere Rolle als das, was ich bezahlt habe dafür. Das interessiert ja am Ende niemanden mehr. Das ist ja sowieso virtuell. Das schwankt ja. Aber den Wert, den ich da stehen habe, auch in Form von gemauerter Wand, verputzter Wand, das ist ja das, was bleibt. Also die Entscheidung kommt nicht, weil die Rohre so gut verlegt worden sind, ob ich ein Haus kaufe. Die Entscheidung fällt, weil die Wand und die Fenster gut aussehen und das alles. Ja, das stimmt. Vielleicht nochmal, muss denn alles in der gleichen Qualitätsstufe ausgeführt sein? Oder kann ich das vielleicht auch so, ja, je nach Raum so ein bisschen differenzieren, dass ich das so ein bisschen anpasse? Was würdest du da sagen? Ja, natürlich. Thema Keller, das braucht nicht ein Q4. Ja, ja, genau. Genau, wie gesagt. Genau. Und dann habe ich natürlich das Thema auch, habe ich zum Beispiel ganze Wände vollgestellt. Und ich sehe die nie. Bücherregale, Küche. Ah ja klar, Küche ist ja auch die ganze Wand zugehängt. Ist das gefließt oder nicht? Dann brauche ich natürlich kein Q4, dann nehme ich Q2, dann reicht das auch. Oder habe ich eine Tapete mit viel Farbe drauf am Ende. Also wenn viel Wandfläche sichtbar ist, ist es schön ein höheres Q zu haben sozusagen. Küche brauche ich vielleicht, ja Q2 sagtest du. So Kinderzimmer macht das vielleicht auch nicht so viel. Ja klar, mit Fußball sozusagen oder Sportgeräte an der Wand, dann brauche ich auch nur Q2 oder Industrielook ohne. Genau, vielleicht auch die Frage, das ist natürlich auch mal so ein Ding, wo ist das Fenster sozusagen? Habe ich Streiflicht, habe ich Gegenlicht? Das kann ich ja vielleicht auch von Wand zu Wand entscheiden, weil ich habe ja natürlich auf einer Fläche, also um das Fenster rum, wo ich hingucke und ich habe immer Gegenlicht, werde ich wahrscheinlich nicht so eine feine Wahrnehmung haben. Ich hänge mich mal weit aus dem Fenster, aber ich bin ein guter Maler, erkennt er das und berät. Ja, dann würde ich sagen, lass uns doch nochmal die Kosten so ein bisschen aufdröseln. Das ist gerade bei diesen Qualitätsstufen ein bisschen schwierig, aber was würdest du sagen, womit kann man da rechnen? Also je höher die Qualitätsstufen, umso höher ist der Arbeitsaufwand und natürlich sind dann die Kosten auch umso höher. Das heißt, die Qualitätsstufen unterscheiden sich im Preis, ich würde sagen pro Stufe zwischen 50 und 80 Prozent mehr vom Einstiegspreis. Und den Einstiegspreis, den hole ich mir am besten vom Maler meines Vertrauens, weil es natürlich auch Unterschiede gibt in den Landkreisen, Bereichen in Bayern, anders als in Schleswig-Holstein und so weiter und so fort. Deswegen will ich da gar keinen Preis raushauen. Da fühlt sich vielleicht der eine oder andere Maler dann irgendwie über oder unter bewertet. Bewertet. Genau, und von daher sage ich mal, ich würde mit 50 bis 80 Prozent pro Stufe rechnen. Was ich auf jeden Fall nochmal sagen würde, gerade weil wir das Thema jetzt ja aufgearbeitet haben und wir wissen, es ist wirklich ein gar nicht so einfaches Thema. Was natürlich Sinn macht immer im Neubau oder auch in einer Sanierung, ist in dem Fall immer ein Sachverständigen mit reinzuholen, der die Baubegleitung macht, weil der prüft das auch. Der guckt sich das an, der berät vielleicht doch im Vorwege und sagt, pass auf, das ist ein hochwertiges Haus, was wollen Sie denn formal? Also das ist, Da kann man sich viel Arbeit wegnehmen und das spiegelt sich dann auch wieder in der Qualität aus meiner Sicht. Und halt auch einfach in der Ruhe, die man hat. Das ist das, was wir ja jeden Tag im Büro bei uns sehen, dass es wirklich einen Riesenunterschied macht für die Bauherrinnen und Bauherren, ob ich da jemanden habe, der vom Fach ist, der für mich auf der Baustelle nochmal unterwegs ist, nochmal ein Auge drauf hat oder auch auf eine gute Weise einfach mit den Handwerkern nochmal redet, weil das ist ja ein Miteinander. Oder ob ich das irgendwie alleine mache und erst ganz lange irgendwie nichts sage, weil ich es nicht so richtig weiß und dann später muss ich auf Zinne und ich komme gleich mit dem Anwalt. Das ist natürlich echt zum Teil schwierig, das selber dann auszutragen. Allerdings ist auch noch eine Sache, die ich auch noch erwähnenswert finde. Es ist gar nicht besser, je höher ich meine Qualitätsstufe wähle, weil da schließen einfach auch nochmal Folgekosten an. Weil wenn ich später mal irgendwas renovieren oder ausbessern möchte, dann ist es natürlich viel, viel schwieriger, eine Q4-Oberfläche auszugleichen. Das muss wirklich wieder der Fachmann machen. Da kann ich nicht mal eben... So hier mit dem Baumarkt spachtel, aber kurz das Löchlein wieder zuspachteln. Das heißt, je höher die Qualitätsstufe ist, desto spezialisierter muss am Ende die Technik sein, desto höher das handwerkliche Vermögen, um das wieder verschwinden zu lassen, was auch immer ich da ausbessern will. Genau, das ergibt sich dann auch in der Anforderung, die ich als Familie oder als Paar habe. Als Wohnende. Dann lass uns nochmal ganz kurz zum Praxisfall gucken. Die ganze Sache ist ja zum Anwalt gegangen. Weißt du, was da weiter passiert ist? Ja, also das war genau das Thema. Der Anwalt hatte das dann auch angenommen, was sie geschrieben hatte, dass man eigentlich davon ausgehen hätte müssen, dass hier eine höhere Qualität gefordert ist. Und das war auch die Meinung des Anwalts. Im Zuge dessen musste danach gearbeitet werden. Haben die sich so geeinigt? Weil das hört sich jetzt nicht an als objektiv. Das weiß ich gar nicht im Detail. Aber es gab auf jeden Fall eine Nachbesserungspflicht. Und das musste natürlich trotzdem bezahlt werden, weil die Qualitätsstufe ja nicht bezahlt worden ist dann. Das war natürlich für den Maler ein höherer Aufwand, den er nicht komplett abrechnen konnte. Ja, das heißt, am Ende gab es schon so ein bisschen Happy End. Sie war am Ende zufrieden und hatte genau die Wende, die sie sich eigentlich gewünscht hat für ihr schönes neues Haus. Und ja, das ist eigentlich das, worauf es ankommt. Genau, jetzt kann sie sich schön in die Sonne setzen auf der Terrasse und ihr Haus genießen. Sieht die Wende nicht. Ja. Warte mal. Mach was anderes hin. Warte mal, warte mal. Eigentlich muss sie den Stuhl so richtig schön vor die Q4-Wand stellen. Genau, hat sie vielleicht einen zweiten Stuhl. Genau. Ich würde mal sagen, wir haben wieder eine ganze Menge dazugelernt. Und bevor ich euch von meinem, wie versprochen, sehr kuriosen Wissen berichte, wie ich auf jeden Fall finde, gibt es noch ein paar Folgentipps, weil wenn ihr jetzt sagt, okay, ist ganz interessant, empfehle ich euch heute noch Episode 13, den Gewährleistungscheck, richtig happy im Neubau. Dann die Folge 1 zum Thema Altbausanierung, bei diesen Anzeichen solltest du handeln. Und die Folge 9 Neubautipps, wie du mit acht cleveren Schritten deinen Hausbau zum Erfolg machst. Das könnte dich auch noch mal ein gutes Stück weiterbringen. Und damit sind wir mit dieser Folge fast durch für heute, würde ich sagen. Hast du fachlich noch etwas zu ergänzen? Nein. War auch recht intensiv, würde ich sagen. Ja, ich würde sagen, das war auch eine große Folge, aber es macht doch Sinn. Ja, für diese große Folge habe ich ein wunderbares, kurioses Wissen. Das war eigentlich so ein richtiges Rabbit Hole, wo ich richtig reingefallen bin. Und zwar, ich habe das kurz gelesen, dass Putz auch Schall schluckt. Also es gibt sozusagen Akustikputze, die man auf die Wand auf eine ganz bestimmte Art und Weise auftragen kann und die dann tatsächlich Schall schlucken. Weil übliche Putze, die sind so dicht in der Oberfläche, dass die keinen Schall schlucken können. Das heißt, es gibt dann eine schlechtere Akustik, gibt mehr Hallen. Und wenn aber jetzt an den Raum besondere akustische Anforderungen gestellt werden, also vielleicht in so Großraumbüros oder vielleicht auch Veranstaltungsräumen, da kann man diese Akustikputze anwenden. Das sind dann so mineralische Putzbeschichtungen und die haben so eine ganz bestimmte Oberflächenstruktur, die dafür geeignet ist, Luftschall zu absorbieren. Und jetzt wird es richtig kurios, denn diese Absorption des Schalls funktioniert nur, indem die Schallenergie in thermische Energie umgewandelt wird. Das ist kurios, oder? Ja, Wahnsinn. Das heißt, ich habe am Anfang noch Klang und am Ende habe ich Wärme. Und zwar hat dieser Putz offene Poren und die sind so tief und so eng, dass sich die Luftteilchen darin verfangen und darin noch bewegen. Und durch diese Bewegung entsteht Reibung und durch diese Reibung entsteht Wärme. Also man kann sagen, je mehr Schall, desto wärmer. Sodass diese Schallabsorption tatsächlich dazu beiträgt, dass man weniger Energie braucht, um diesen Raum zu heizen. Das ist gerade für Paare, die sich oft streiten, ideal. Da kann man sich mal anschreien und weiß, okay, hier wird gerade Energie freigesetzt. Oh, mir wird warm, wir haben uns zu viel gestritten. Genau, du musst aufhören. Ich habe gerade irgendwie so ultra laute Heavy-Metal-Musik im Kopf. Da ist dann richtig warm. Ja, ich hatte andere Bilder, aber das ist egal. Jetzt finde ich neugierig. Nee, das beim nächsten Mal. Ach was, also ihr müsst nächstes Mal wieder reinhören. Ich auch. Also das zu diesem kuriosen Wissen heute. Übrigens, man darf diese Akustikputze auf keinen Fall streichen, weil damit verschließt du die Poren und dann bleibt er kalt. Spart man einen Arbeitsgang. Schon mit ihr Geld gespart. Also statt Klimaanlage Akustikputz streichen. Ja, das war's. Okay, also mehr haben wir nicht beizutragen heute. Also wir hoffen, euch hat die Folge heute wieder so richtig nach vorne gebracht. Und ihr denkt dran, wenn ihr ein Haus kauft oder umbaut oder saniert, ihr achtet drauf, was angeboten wird. Und das gilt für alles, nicht nur für die Putze. Genau. Angebote lesen. Angebote lesen und verstehen. Over and out. Tschö. Der dann nachher. Also Kaffee geht vorher. Nee. Aber dann habe ich einfach noch mehr Geduld, noch mehr Zeit. So, zack. Und los? Nee, warte mal. Jetzt, Achtung. Heute hatte ich eine schöne... Was denn? Heute hatte ich eine schöne Kaufberatung, die mir da richtig Spaß gemacht hat. Wir viel gelacht haben, wo die Markerin super war, wo es einfach alles gepasst hat. Es war ein Altbau, alle denken, alles schäbig und ich habe das Haus richtig erklärt und die waren total zufrieden. Das war wieder richtig schön. Mega. Ja, cool. So kann der Tag anfangen. So, der Herr, ready? Ready.